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08.09.06 Erschreckende
Zahlen
präsentierte der Lungenfacharzt Dr. Eckart Laack am 6.8.2006 bei
Sabine
Christiansen: Jährlich sterben in Deutschland 140 000 Menschen am
Aktiv- und
3300 am Passivrauchen. Drei Wochen später verkündete der
französische Gesundheitsminister
Xavier Bertrand nicht minder erschreckende Zahlen für sein Land:
61 000
Rauchertote jährlich und 5000 Opfer des Passivrauchens. Solch
erschütternde Zahlen
erlauben nur eine Reaktion, den Griff nach dem Taschenrechner. Das
Ergebnis
simpler Dreisatzrechnungen wird nur gläubige Anti-Tabak-Aktivisten
überraschen:
In Relation zur Gesamtbevölkerung sterben in Deutschland (82,5
Mill. Ew.)
angeblich 1,6 mal so viele Menschen am Aktivrauchen wie in Frankreich
(59,8
Mill. Ew.), wo andererseits das Passivrauchen doppelt so viele Menschen
wie in
Deutschland töten soll. Demnach wäre das Aktivrauchen in
Deutschland sehr viel
gefährlicher als in Frankreich, während das Passivrauchen
hierzulande nur halb
so viele Opfer fordern würde wie bei unserem Nachbarn. Diese
Diskrepanz könnte
sogar gläubige Anti-Tabak-Aktivisten zum Nachdenken zwingen: Liegt
es an den
Tabaksorten, am Rotwein, am Klima, am Knoblauch ...? Doch so sehr sie
auch
rätseln mögen (und damit nebenbei eingestehen, dass auch
andere Ursachen als nur
der Tabakrauch tödlich oder immunisierend sein könnten),
werden sie das Rätsel
nicht lösen. Zumindest
so lange nicht,
wie sie das Entstehen der beeindruckenden Opferzahlen nicht
berücksichtigen.
Stirbt jemand an einer Krankheit, die der herrschenden Meinung zufolge
mit dem
Rauchen in einem Zusammenhang stehen könnte, wird er oder sie von
den
Statistikern vereinnahmt. Selbstverständlich sollte jeder
Mediziner wissen,
dass es in den meisten Fällen eines natürlichen Todes
unmöglich ist, die
Ursache eindeutig festzustellen. (Früher starb man, wenn einem
nicht äußerliche
Gewalt umbrachte, eines „natürlichen“ Todes, heute wird diese
Bezeichnung kaum
noch gebraucht, weil die Natürlichkeit des Todes verdrängt
wird.) Oft ist es
eine an sich harmlose Infektion, die einen insgesamt geschwächten
Körper
überwältigt. Der kühle Luftzug z. B. ist meist nur
Anlass eines Todes, dessen
Ursachen in der Regel so vielfältig sind wie die Art unserer
Organe und ihrer
Defekte. Wären die Konsequenzen so eindeutig, wie auf den
Zigarettenschachteln
verkündet, dürfte es keine quicklebendigen alten Raucher
geben. Die
Todesursache Aktiv- oder Passivrauchen ist medizinisch kaum
nachweisbar, sie
kann nur zugeordnet werden entsprechend der ideologischen
Voreinstellung des
Statistikers. Hält er den Feinstaub für den
größten Feind des Lebens, wird er
die meisten toten Raucher den Feinstaubopfern zuordnen, und ist er
verklemmt,
könnte er sich einer bis vor kurzem nicht weniger
„wissenschaftlich“ bewiesenen
Theorie erinnern: „Selbstbefriedigung ist tödlich.“ Die
Größe einer Gefährdung
ist also abhängig von der herrschenden Meinung. Die
Anti-Raucher-Aktivisten
stellen seit Jahrzehnten immer höhere Opferzahlen zur Diskussion,
weil ihnen
andernfalls die gewünschte Aufmerksamkeit versagt bliebe, ihr
Verein in den
Medien nicht erwähnt würde. Über Jahre war zu
beobachten, wie nach dem Motto
„Wer bietet mehr?“ die verkündete Gefährlichkeit des Rauchens
zunahm, bis im
jeweils nationalen Rahmen Opferzahlen erreicht wurden, die noch als
glaubwürdig
gelten konnten, auch wenn man dafür Untersuchungen
unabhängiger Institutionen
unterschlagen musste. Offenbar hat die französische Passivraucherlobby durch früheres und vehementeres Auftreten ein Opferlevel erreicht, das weit über dem deutschen liegt, wogegen die deutsche Antiraucherlobby seit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten eine europäische Führungsrolle beanspruchen darf. Nur so kann erklärt werden, warum die Franzosen eher am Passivrauchen und die Deutschen eher am Aktivrauchen sterben sollen. Mit wissenschaftlicher Erkenntnis haben die Opferzahlen wie die ganze Anti-Raucher-Kampagnen nichts zu tun. Sie ähneln vielmehr dem Anglerlatein. |
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