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14.06.00 Die Meldung ist nicht neu, aber obwohl
sie alle paar Jahre so oder ähnlich publiziert wird, scheint sie kaum
jemand zu registrieren: Wissenschaftler schätzen, dass nur zehn Prozent
der Tier- und Pflanzenarten auf der Erde bekannt sind. Von etwa 150 Millionen
Arten seien bisher nur 1,5 Millionen erforscht.
Was also treibt Menschen dazu, in einer Gesellschaft, die Jahr für Jahr Millionen Mitmenschen verhungern lässt, sich für den Erhalt der einen oder anderen Tier- oder Pflanzenart, die man zufällig kennt, zu engagieren? Es kann nicht die Sorge um die Natur sein, die scheinbar verschwenderisch mit dem Leben umgeht, Millionen Arten entstehen und wieder verschwinden lässt in einem permanenten Experiment. Natur ist Wandel, Naturschutz eine Form der Angst vor Veränderung. Naturschützer wollen weniger die Natur schützen als ihre Heimeligkeit in der vertrauten Umgebung. Durch den Schutz kaum noch überlebensfähiger Arten greifen sie ein in den Selbstregulierungsmechanismus der Natur, vergreifen sie sich an der Natur. Naturschutz setzt ein sehr simples, reduziertes Weltbild voraus. Als Voluntarismus der Dummen ist er letztlich reaktionär, aber wie alles Reaktionäre auch vergeblich. pawek@web.de © 2000 Karl Pawek |
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