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21.05.07 Begleitet
von Managern und
10 Mitarbeitern des Hamburger Senats reist Bürgermeister Ole von
Beust zur Zeit
durch China. Als Ausgleich für die Umweltschäden dieser
Exkursion überwies die
Senatskanzlei eine Kohlendioxid-Abgabe in Höhe von rund 1400 Euro
an die
Organisation Atmosfair, die weltweit klimafreundliche Projekte
unterstützt. Was
das Hamburger Abendblatt einen Beweis ökologischen Bewusstseins
des Hamburger
Bürgermeisters nennt, scheint mir nur dumm und unverschämt. Dumm
ist dieser hanseatische
PR-Gag, weil er eine symbolische Politik darstellt. Ganz abgesehen von
der
fragwürdigen Berechtigung teurer und wahrscheinlich ineffektiver
Klimaschutzmaßnahmen gäbe es zahlreiche weitere
Betätigungsfelder solch
symbolischer Politik. So könnte der Hamburger Senat für jedes
Staatsbankett
einen Obolus an die Welthungerhilfe entrichten. Jedes Geschäft mit
Staaten wie
dem Iran wäre sittlicher, würde ein Teil des Gewinns an
Amnesty International
überwiesen werden. Und jeder Krieg, an dem deutsche Soldaten
beteiligt sind,
sollte von einer Spende an die Friedensbewegung oder an die
Kriegsgräberfürsorge begleitet werden. Mit Sicherheit
würden derartige Abgaben
nichts an den Verhältnissen, am Hunger, Staatsterror, an den
Schrecken des
Krieges ändern. Aber gerade dies ist der Zweck symbolischer
Politik, dass sie
ein gutes Gewissen ohne Konsequenzen erlaubt. Ausgerechnet für die
Klimaschutzpolitik sollte dies nicht gelten? Was
nun die Unverschämtheit
symbolischer Politik betrifft, liegen die Verhältnisse noch
einfacher. Wäre es
denn nicht unverschämt, wenn ich vor meiner nächsten
Flugreise meinen Nachbarn
Geld aus der Tasche zöge, um damit eine Kohlendioxid-Abgabe zu
zahlen, und mich
dafür auch noch feiern ließe? Nichts anderes aber macht Herr
von Beust. Nach
Gutsherrenart verfügt er über das Geld seiner Untertanen,
wenn er mit
Steuergeldern dem Klimaschutzwahn Tribut zollt. Ökologisches
Bewusstsein
erweist sich hier wie jedes falsche partielle Bewusstsein als dumm und
unverschämt. pawek@web.de © 2007 Karl Pawek a |
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