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25. 04. 01 Wie die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus
und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) am 19. 4. 2001 bekannt gab, empfinden nur
24% der West- und 21% der Ostdeutschen die Anwesenheit von Minderheiten auf
ihrem Territorium nicht als störend. Rechnet man zu diesen aktiv Toleranten
jene hinzu, die Ausländer wenigstens dulden (passiv Tolerante), liegt
Deutschland (53%) hinter Griechenland (29%) und Belgien (48%), aber noch
vor den viel gescholtenen Österreichern (57%) auf Platz 3 der Negativskala.
Der europäische Durchschnittswert beträgt 60%, in Ländern
wie Italien (69%) oder Spanien (77%) ist die Akzeptanz oder zumindest Duldung
von Ausländern sehr viel größer. Nun mag es ja zutreffen, dass Minderheiten in Italien oder Spanien weniger um ihr Leben fürchten müssen als in Deutschland. Aber, wendet der rechtschaffene Deutsche ein, wie gehen diese Völker mit Tieren um, mit Singvögeln, Stieren, Hunden und Katzen? Tatsächlich behandeln Deutsche Tiere mit einer Fürsorge, von der Asylsuchende oder Obdachlose in diesem Land nicht einmal träumen dürfen. Als am 22.4.2001 ein streunender Köter von einer Hamburger U-Bahn angefahren wurde und verletzt zwischen den Gleisen liegen blieb, wurde für die Rettungsaktion der U-Bahn-Verkehr 54 Minuten lang unterbrochen. Ersatzbusse übernahmen die Weiterbeförderung der erschütterten Fahrgäste, Feuerwehrleute und Polizisten leisteten dem Tier erste Hilfe, bis eine Peterwagenbesatzung den – übrigens nur leicht verletzten – Hund zu einem Tierarzt fuhr. Ich fürchte, die deutsche Ausländer- und Minderheitenfeindlichkeit und die deutsche Tierliebe sind kein Widerspruch, gehören vielmehr zusammen wie Pech und Schwefel, denen das deutsche Gemüt bei Hinzufügen von ein wenig Sahne so unähnlich nicht ist. pawek@web.de © 2001 Karl Pawek a |
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