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a . Zucker

. Dass Drogen Spaß machen, wissen nicht nur Hasch-, Heroin- oder Kokainkonsumenten. Auch unbescholtene Bürger frönen ihrer Drogenlust, und da sie die Mehrheit bilden, tun sie es völlig legal. Maßlos ist ihr Konsum von Alkohol, Tee, Kaffee, Nikotin, ihre Sucht nach dem Kick beim Joggen oder Beten. Doch keine Droge ist hierzulande so weit verbreitet wie das grobkörnige weiße, manchmal auch braune Pulver, genannt Zucker. 38, andere behaupten 50 Kilogramm dieser zu über 99% reinen Droge nimmt der Durchschnittsbürger im Jahr zu sich. Wir verzehren mehr Zucker als Fleisch von Schweinen und Rindern, als Butter und Käse, als Zitrusfrüchte. Allein die Grundnahrungsmittel Kartoffel (72 kg.) und Getreide (75 kg.) wiegen schwerer. Allerdings brauchen wir diese Nahrungsmittel zum Überleben, wogegen der Zucker ernährungsspezifisch völlig wertlos ist, sein Nährwert liegt bei Null.
„Wozu braucht man Zucker?“, fragte Erich Fried:
Wird der Kaffe süß vom Umrühren oder vom Zucker? VOM UMRÜHREN Aber wozu braucht man denn Zucker? DAMIT MAN WEISS WIE LANGE MAN UMRÜHREN MUSS
Von Drogen hängt vielleicht unser Glück, doch gewiss nicht unser Überleben ab. Wenn also Zucker massenhaft konsumiert wird, ohne für unseren Körper irgendeine nützliche Funktion zu haben, wenn wir Menschen so sehr nach Zucker gieren, dass er von Nahrungsmittelproduzenten zur Absatzsteigerung Fertiggerichten, Ketchup, Senf, Getränken etc. beigemischt wird, wenn wir am Zucker hängen, obwohl wir spüren oder zumindest nachlesen könnten, dass er uns nicht bekommt, muss es sich bei ihm um eine Droge handeln. Tatsächlich löst Zucker bei Menschen, die traditionell keinen Zucker direkt zu sich nahmen, binnen kürzester Zeit Süchtigkeit aus. Auch bei Tierversuchen konnten Suchtsymptome nachgewiesen werden, und manch Zuckerkranke riskiert einer Süßigkeit wegen sein Leben wie ein Junkie.
Dabei fing alles so harmlos an. Die genetisch angelegte Lust auf Süßes war für unsere pflanzenfressenden Vorfahren eine nützliche Orientierungshilfe bei der Suche nach Nahrung. Süße in Früchten signalisiert Reife und damit beste Werthaltig- und Verträglichkeit. Aber süße Früchte schmecken uns am besten nicht weil sie süß, sondern besonders nahrhaft und bekömmlich sind. Eine winzige Andersartigkeit der Evolution hätte natürlich auch jedem anderen Geschmack diese Signalfunktion geben können.
Schlau, wie der Mensch nun einmal zu sein glaubt, suchte er nach Möglichkeiten, den Signalstoff Süße seines angenehmen Geschmacks wegen auch anderen Nahrungsmitteln beizumischen, den Träger der Information Reife zum Genussmittel zu machen. Dafür bot sich der Honig an, mit dem die Europäer bis ins Mittelalter ausschließlich ihre Speisen süßten.
Aber schon vor 17 000 Jahren hatten die Bewohner von Melanesien, einer Inselgruppe nordöstlich von Australien, entdeckt, dass ein scheinbar nutzloses Gras nicht nur süß schmeckt, sondern sich auch als Energiespender auf mühsamen Bootsfahrten eignet, wenn man den ca. 20% Zucker enthaltenden Stiel zerkaut. Denn Zucker hat einen hohen, schnell in körperliche Leistung umsetzbaren Energiegehalt (100 gr. Zucker = 1680KJ). Das Genussmittel war also auch ein Aufputschmittel.
Europäer erfuhren von dem „Schilf, das Honig ohne Bienen herbringt“ durch die Truppen Alexanders d. Gr., die in Indien auf Zuckerrohr gestoßen waren. Persern im heutigen Gebiet des Iraks gelang es um 600 n. Chr., aus gereinigtem Zuckerrohrsaft einen Sirup herzustellen und diesen durch mehrmaliges Aufkochen zu kristallisieren. Damit wurde Zucker leicht transportier- und handelbar. Schnell verbreitete sich der Zuckerrohranbau im gesamten arabischen Raum. Um 1100 erbeuteten Kreuzritter mehrere Kamellasten Zucker und brachten einen Teil nach Europa, wo der bis dahin unbekannte Rohrzucker als Honigersatz auf größtes Interesse stieß. Venedig und Marseille organisierten fortan 400 Jahre lang den äußerst einträglichen Zuckerimport aus Arabien.
Freilich war Rohrzucker so teuer, dass er zunächst fast ausschließlich als Medikament gegen Magen-, Darm-, Nieren-, Augen- und Ohrenleiden in Apotheken verkauft wurde. Fünf Kilogramm Zucker kosteten so viel wie ein Kilo Gold. Zuckerkonfekt, das ebenfalls von Apothekern hergestellt wurde, blieb daher den Reichsten vorbehalten. Die Allerreichsten protzten mit Zucker. Unvergessen blieb ein fürstliches Hochzeitsbankett von 1568, bei dem 15 Zuckerpasteten mit lebenden Vögeln darin, 40 Pfund Sirup-Zuckerwerk verschiedenster Art, gezuckerte Sauerkirschen und Pomeranzen gereicht wurden. Noch beeindruckender verschwenderisch waren Schaugerichte aus Zucker wie riesige Tafelaufsätze mit allegorischen Szenen. Wie kostbar dieser süße Kitsch gewesen sein muss, lässt das „Frauenzimmer-Lexikon“ von 1773 ahnen, wenn es seinen begüterten Leserinnen empfiehlt, die Zuckerfiguren durch Meißner Porzellan zu ersetzen, das mache weniger Arbeit und koste nicht so viel.
Erst die Kolonialisierung Amerikas ließ Zucker auch für gewöhnlich Reiche erschwinglich werden. Von den Kanarischen Inseln hatte Kolumbus Zuckerrohr nach Indien/Amerika mitgenommen, wo aus den wenigen auf der mühseligen Überfahrt nicht verzehrten Resten im Laufe von drei Jahrhunderten riesige Zuckerrohrplantagen entstanden. Das von Sklaven geerntete Zuckerrohr wurde geschnetzelt, durch Walzen gepresst, der dabei gewonnene Saft durch Absetzenlassen geklärt und gefiltert. Die Veredelung (Raffination) freilich erfolgte in europäischen Hafenstädten wie Amsterdam, Liverpool, Hamburg. In riesigen Siedereien wurde der Zuckerrohrdünnsaft eingedickt, mit wenigen Kristallen nicht raffinierten Zuckers bestreut, so dass der eingedickte Saft auskristallisierte.
Obwohl die Kolonien als Rohstofflieferanten am Zuckergeschäft am wenigsten verdienten, ärgerte es vor allem preußische Geizkragen, dass sie in Ermangelung eigener Kolonien ihren Erzfeinden den Rohstoff abkaufen mussten. 1747 entdeckte der Chemiker A. S. Marggraf, dass auch die deutsche Runkelrübe Zucker enthielt. Durch Züchtung, also Gentechnik, gelang es, ihren Zuckergehalt zu steigern, die Runkelrübe zur Zuckerrübe zu veredeln. Als sich endlich auch seine Majestät Friedrich Wilhelm III. von der Qualität der Pflanze, vor allem aber von ihrem wirtschaftlichen Nutzen überzeugen ließ, konnte 1802 die erste Rübenzuckerfabrik in Schlesien errichtet werden.
Wie bei den meisten Ersatzprodukten musste auch beim Rübenzucker der Geschmack jeden Vergleich mit dem Original scheuen. Goethe konnte daher als Alternative einen Stärkezucker vorgeschlagen, der wenig appetitlich durch Hydrolyse von Stärke mittels Säure gewonnen wird. Doch Napoleon sorgte 1806 dafür, dass die Rübe doch noch ihre Chance bekam. Er verhängte eine Kontinentalsperre, die den Handel mit den meisten Kolonien und damit auch den Rohrzuckerimport zum Erliegen brachte. Dies bewirkte einen Rübenzuckerboom, der allerdings mit Napoleons Sturz ein jähes Ende fand. Riesige Zuckerrohrbestände überschwemmten Europa und trieben bis auf einen Franzosen alle Rübenzuckerfabrikanten in den Ruin. Sie selbst dürften von der Qualität ihres Produktes nicht allzu viel gehalten haben.
Doch wie schon bei der allgemein gering geschätzten Kartoffel war es die Politik, die der ungeliebten Pflanze das Überleben sicherte. Der Zuckermarkt wurde durch hohe Einfuhrzölle auf Zuckerrohr reglementiert. Bis heute und zumindest noch bis ins Jahr 2006 wird die Rübe subventioniert und das Rohr durch Steuern verteuert, obwohl – wie Justus von Liebig schon vor 150 Jahren im 12. seiner „Chemischen Briefe“ vorrechnete – die Zuckerproduktion in den tropischen und subtropischen Gebieten um die Hälfte billiger ist. Nur hat der Wahnsinn seit Liebigs Zeiten noch zugenommen. Stützpreise für Rübenzucker, der je nach Quelle 30 – 45% der weltweiten Zuckerproduktion liefert, garantieren jährlich sechs Millionen Tonnen Zuckerüberschuss in der EU, die zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt geworfen werden und die Preis der Zuckerrohr aus der Dritten Welt ruinieren. Zum Teil handelt es sich bei diesen EU-Exporten sogar um Rohrzucker aus den ehemaligen britischen Kolonien, der – dies war eine Bedingung für Großbritanniens EG-Beitritt – zu Garantiepreisen importiert und größtenteils zu Schleuderpreisen wieder ausgeführt wird. Wer unsere „freie“ und „soziale“ Marktwirtschaft in ihrer ganzen Absurdität erfahren will, sollte einen Blick in die tausendseitigen Verordnungen der EU zum Thema Zucker werfen (http://europa.eu.int/eur-lex.de). Fünf Jahre Ernteeinsatz auf Zuckerrohrplantagen für jeden der unzähligen mit dem Zucker befassten Beamten und Politiker erscheint nach dieser Lektüre als Urteil noch viel zu mild.
Trotz der für die europäischen Zuckerbarone sehr einträgliche Manipulation des Zuckerpreises konnten sich dank des Rübenzuckers im 19. Jh. auch städtische Industriearbeiter Zucker leisten, er wurde zum effektivsten, weil preiswertesten Kalorienlieferanten für Schwerarbeiter. Menschen, die sich keine gute Nahrung leisten konnten, zogen ihre Kraft aus dem Zucker. Heute deckt der Zucker weltweit 10% des menschlichen Kalorienbedarfs.
Seit der Einführung des Rübenzuckers hält sich hartnäckig das Vorurteil, dass brauner Rohrzucker gesünder sei als weißer Rübenzucker, des deswegen nach der Raffination preistreibend gerne braun eingefärbt wird. Dazu dient der „schmutzige“ Teil des Zuckersaftes, die Melasse, aus der sowohl Rum wie auch das in Deutschland zur Judenvernichtung benutzte Zyklon B hergestellt werden kann.
Tatsächlich gibt es Hinweise auf eine unterschiedliche Qualität von Rohr- und Rübenzucker. Europäische (Rüben-)Zuckeresser leiden häufig unter Karies, die unter Zuckerrohrbauern, die den Zucker direkt aus der Pflanze zuzeln,  praktisch nie auftritt. Bedenklich könnte auch stimmen, dass die Zuckerkrankheit erst 1889 entdeckt wurde. Zwar kannte man schon im 17. Jh. die „Zuckerharnruhr“, deren Nachweis, ein süßlicher Urin, nur durch Schmecken gewonnen werden konnte. Doch zur Volkskrankheit, unter der heute ca. 150 Millionen Menschen leiden, wurde die Diabetes mellitus erst im 20. Jh.
Am einfachsten wären qualitative Unterschiede zwischen Rohr- und Rübenzucker durch vergleichende chemische Analysen nachzuweisen. Da solche Analyse, wenn sie Unterschiede feststellen, nicht im Interesse der europäischen Rübenzuckerindustrie liegen, gibt es sie nicht, zumindest nicht in veröffentlichter Form. Allein Indizien stützen den Verdacht:
Während die Zuckerrübe durch heißes Wasser ausgelaugt wird, geschieht die Zuckergewinnung aus dem Rohr durch Auspressen. Bereits dieser Unterschied könnte von qualitativer Bedeutung sein. Der weitere Verarbeitungsprozess ist zunächst identisch. Man bindet die Trübstoffe im Zuckersaft durch Kalk und Kohlensäure, filtert ihn, bringt ihn durch Erhitzen zum Auskristallisieren und trennt durch Zentrifugieren den Restsirup von den Zuckerkristallen. Rohrzucker ist in diesem Zustand vielleicht nicht ansehnlich, aber wohlschmeckend und als Voll-Rohrzucker auch im Handel erhältlich. Um unseren üblichen weißen Haushaltszucker zu gewinnen, werden die Zuckerkristalle noch einmal aufgelöst, erneut kristallisiert und durch eine schwefelige Säure gebleicht, wonach er sich vorzüglich zur Konservierung eignet. Während also der braune Vollrohrzucker noch kleine Mengen Fructose, Glucose, Mineralien und Vitamine enthält, werden beim weißen und braun gefärbten Industriezucker alle Begleitstoffe des Zuckers entfernt, indem man ihn auf seine pure, geschmacksneutrale Süße reduziert. Aus dem Nahrungsmittel Zucker entsteht so die Droge.
Dieser unscheinbare qualitative Unterschied zwischen Voll-Rohr- und Industriezucker ist durchaus von Bedeutung. Im Laufe der Menschheitsgeschichte hat sich unser Körper auf die Verwertung der von der Natur angebotenen Nahrung eingestellt. Um z. B. die Kohlehydrate in pflanzlicher Nahrung abzubauen, benötigen wir ungefähr so viel Vitamin B, wie in den meisten Pflanzen enthalten ist. Werden nun dem Körper durch Industriezucker pure Kohlehydrate, wie es sie in natürlicher Nahrung nicht gibt, zugeführt, muss er auf seinen eigenen Vitamin-B-Vorrat zurückgreifen. Während also die Begleitstoffe von Naturzucker unserem Körper die Mittel mitliefern, den Zucker zu verwerten, entzieht Industriezucker ihm diese Mittel und bringt dadurch die organische Balance in Ungleichgewicht. Gerne verweist die Industriezuckerlobby auf den geringen Anteil dieser Begleitstoffe am Voll-Rohrzucker (5%), doch hören wir z. B. als Raucher täglich, dass schon geringste Stoffmengen (0,0001%) größte Wirkung haben können. Tatsächlich mögen die Begleitstoffe des Voll-Rohrzuckers zur Aufrechterhaltung dieser Balance nicht ausreichen, aber zumindest erleichtern sie dem Körper seine Arbeit.
Trotzdem gilt, dass jeder Konsum eines mehr oder minder künstlichen Zuckers organische Probleme hervorrufen, den Insulin-Haushalt durcheinanderbringen und dadurch nicht nur unsere Großhirnrinde beeinflussen, sondern auch die Zuckerkrankheit hervorrufen kann, die bei Naturvölkern, solange sie sich traditionell ernähren, nicht oder nur sehr selten vorkommt.
Sollten wir also gänzlich auf ein gesüßtes Leben verzichten, wie es die Gesundheitsapostel predigen? Die Antwort kann nur auf den ersten Blick überraschen: Wer reich ist, kann sich durchaus Zucker leisten, nur Arme sollten ihn besser meiden.
Auch in Bezug auf die Diabetes gibt es weltweit nur wenige Untersuchungen, die Krankheitshäufigkeit mit wirtschaftlichen Bedingungen in einen Zusammenhang bringen. Aus den Statistiken der Weltgesundheitsorganisation WHO über die Verbreitung der diabetes mellitus lässt sich zumindest der Verdacht herleiten, dass die Zuckerkrankheit vor allem Menschen befällt, die im Kapitalismus vorwiegend in Großstädten leben und arm sind. So sind z. B. zuckerkrank 0,9% aller Chinesen, die in China leben, aber 17,2% der Chinesen auf Mauritius; 3,1% der indischen Landbevölkerung, aber 11,9% der indischen Stadtbewohner; 2% aller Malayen in Malaysia, aber 16,5% ihrer Landsleute im Gesundheitsstadtstaat Singapur. Unter den Polynesiern auf Western Samoa leiden 2,2% der Landbevölkerung, aber 12,2% der Stadtbevölkerung an der Zuckerkrankheit. Am schlimmsten betroffen sind Micronesier auf Nauru (34,5%) und Aborigines in Australien (25,6%), währende nur 2,1% aller Russen in Novosibirsk zuckerkrank sind. Wenn man noch liest, dass unter Indianerstämmen in den USA (Pima und Papago) 47,6% aller männlichen Mitglieder an der Zuckerkrankheit leiden, die unter Indianern in Chile (Mapuches) praktisch nicht vorkommt (Männer 0%, Frauen 1,1%), könnte man versucht sein, bei der diabetes mellitus von einer Zivilisationskrankheit zu sprechen. Zum Glück gibt es eine Untersuchung aus San Antonio/Texas, die differenzierendes Zahlenmaterial über die Häufigkeit der Zuckerkrankheit anbietet:


Unteres Einkommen
Mittleres Einkommen 
Höheres Einkommen
Weiße (m)
?
9,3%
4,5%
Hispanics
16,1%
14,7%
6,2%

Selbstverständlich deutet bereits der Unterschied zwischen Weißen und Hispanics auf soziale Ursachen der Zuckerkrankheit hin, aber gravierender noch sind die Unterschiede innerhalb der Rassen. Je ärmer ein Mensch ist, desto eher wird er zuckerkrank. Dies war sogar im Wohlfahrtsstaat BRD der Fall, wo die Diabeteshäufigkeit für Männer in der Unterschicht 2,7fach höher lag als in der Oberschicht, für Frauen sogar 4,2fach höher.
Der Grund ist offensichtlich. Reiche ernähren sich besser, reichhaltiger, trinken weniger Zuckersäfte, mehr Wein und frisch gepresste Fruchtsäfte, essen weniger gezuckerte Fertiggerichte als frisch zubereitete Nahrungsmittel, nehmen also mehr jener Stoffe zu sich, die ihnen den Abbau der Kohlehydrate des Zuckers ermöglicht. Gewiss sind auch ihre Verdauungsorgane nicht auf die Verarbeitung des Industriezuckers eingestellt, aber sie können sich die notwendigen Hilfen in Form qualitativ hochwertiger Nahrung leisten. Dieser bei vielen Krankheiten nachweisbare Zusammenhang zwischen Einkommen und Gesundheit wird freilich von zumeist reaktionären Gesundheitspolitikern und Ärzten ignoriert, weil die Überwindung dieses Übels nicht durch Gesundheitsreformen, sondern allein durch politische Veränderungen erreicht werden kann. Dies wusste auch Erich Fried, dessen Gedicht ich eingangs nicht ganz vollständig zitiert habe:
 
„Wozu braucht man Zucker?
Wird der Kaffee süß
Vom Umrühren
Oder vom Zucker?
VOM UMRÜHREN
Aber wozu
Braucht man denn Zucker?
DAMIT MAN WEISS
WIE LANGE MAN UMRÜHREN MUSS
Wird die Revolution
Süß
Von den Reaktionären?"


 
© 2002 Karl Pawek

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